Unser Tierheim befindet sich in der Stadt Suceava ganz im Norden von Rumänien. Die Stadt hat eine Einwohnerzahl von ca. 100.000. Das Tierheim befindet sich am Stadtrand von Suceava.

Das Gelände des Tierheimes hat etwa eine Größe von 3500m³ und wird von der Stadt unterhalten, dass heisst, die Stadt finanziert die Nebenkosten des Tierheimes und bezahlt die Hundefänger. Diese haben die Aufgabe, die Hunde von der Stadt einzufangen und im Tierheim abzugeben, da in Suceava geschätzte 1500 Hunde auf der Strasse leben, was für die Politiker ein Dorn im Auge ist.

Die eigentliche Arbeit übernimmt aber der Tierschutzverein ProAnima vor Ort. ProAnima leitet das Tierheim, übernimmt die Fütterung, die Organisation und hat zusätzlich Mitarbeiter eingestellt, um die Versorgung und Betreuung der Tiere zu gewährleisten. Von seiten der städtischen Mitarbeiter wird leider kaum etwas getan, da diese der Arbeit eher fern bleiben.

Im Tierheim arbeiten zur Zeit zwei Tierärzte, die sich voll und ganz den Tieren und deren gesundheitlichen Problemen widmen. Hinzu kommt die Kastration und Sterlisation der Hunde im Tierheim. Mehrmals in der Woche werden von den Hundefängern der Stadt Hunde gebracht, welche auf der Strasse eingefangen wurden. Diese sind völlig verstört, unterernährt und dreckig. Darunter befinden sich sehr viele Welpen ohne Mutter, sie haben es besonders schwer.

Im Tierheim gibt es keine Ordnung, kein System und keine Richtlinien. Die Zwinger sind irgendwie zusammengeschustert worden, viel zu viele Hunde sind darin untergebracht, und Beissereien bis hin zum Tod gehören zum Alltag. Der Boden im Tierheim gleicht einer Feldlandschaft, morastig, steinig, tiefe Löcher in der Erde, und so bald es zu heftigen Regenfällen kommt, stehen die Hunde kniehoch im Wasser.

Kaum ein Zwinger hat ein Dach, was vor Sonnentrahlen oder Schnee oder Regen schützen würde. Die Zwinger sind irgendwie wahllos zusammengestellt worden, bei fast allen steht Draht heraus, und die Verletzungsgefahr ist enorm hoch. Es gibt auch keine Trennwände zwischen den Zwingern, so dass die Hunde permanent dem Stress ausgesetzt sind und keinerlei Ruhe finden.

Es gibt keine Kanalisation, die Gebäude sind uralt, völlig heruntergekommen, die elektrischen Leitungen sind in einem katastrophalen Zustand, ein Wunder, dass noch nichts Schlimmeres passiert ist. Der OP- Raum, wenn man ihn als solchen überhaupt bezeichnen kann, ist winzig klein, ohne Fenster, und er entspricht in keinster Weise irgendwelchen medizinischen Anforderungen. Man kann hier nur den Hut vor beiden Tierärzten ziehen, denn sie vollbringen wahre Wunder unter den gegebenen Umständen.

Die Mitarbeiter von ProAnima geben jeden Tag ihr Bestes, sie reinigen die Zwinger von Kot, verteilen mehrmals am Tag Wasser an die Tiere, verteilen das Futter, versuchen, so gut es geht, im Tierheim Ordnung zu halten, führen notwendige Reparaturen aus, so gut es eben geht, denn Material und Werkzeug ist hier ein Fremdwort.

Wir möchten mit unserem Verein helfen, den bestehenden Zustand so gut es geht durch bauliche Maßnahmen für die Menschen und die Tiere zu verbessern. Gleichzeitig sehen wir uns in der Pflicht, die Grundversorgung der Tiere abzusichern, was kein leichtes Unterfangen ist, denn die Futterkosten betragen im Monat ca. 3.000 Euro.

Es gibt Unmengen an Arbeit, Organisationsfragen müssen geklärt werden, die Struktur des Tierheimes muss dringend verbessert werden, und und und. Wir würden uns sehr freuen, könnten Sie uns bei den vielen anstehenden Aufgaben unterstützen. Bei Fragen zum Projekt kontaktieren Sie uns bitte, wir geben gerne weitere Auskünfte.

Uns liegen die Tiere sehr am Herzen, denn sie haben es wirklich verdient, endlich beachtet zu werden und sie brauchen uns.