Reisebericht vom 09.05. – 28.05.2013

 

Die Zeit vergeht so schnell und schon heißt es wieder……….auf nach Suceava in unser Tierheim.

Die Arbeit davor ist unermesslich viel, Sachspenden müssen sortiert werden, in Kartons eingepackt werden, und dann ab in den Transporter und Hänger.

Wir haben kurz vorher noch eine sagenhafte Spende von Marengo bekommen….ganz viel Futter für die Jüngsten im Tierheim, die Freude war riesengroß, denn Futter brauchen wir immer und immer wieder.

Ich bin so stolz auf unsere Facebook Gruppe, denn die lieben Menschen lassen uns nie im Stich wenn es heißt…Aufruf für Sachspenden aller Art. Die Pakete trudeln im Tagesrhythmus bei uns ein und wir sind sehr dankbar und froh, können wir so doch dem Tierheim mit allem helfen.

Der Vatertag war für meinen Mann Ralf ein Arbeitstag der besonderen Art……..Auto laden, startklar machen, alles noch einmal durchsehen, ob es uns auch bis nach Suceava bringt. Da gehen mal schnell 10 Stunden ins Land, und man hat ihm die Strapazen angesehen.

Wir wollten eigentlich um 22 Uhr starten, aber mein Mann war so müde und kaputt……schlafen war angesagt………..

Am Morgen um 3 Uhr saßen wir dann endlich im Transporter, es war kalt draußen, dunkel und wir noch nicht ausgeschlafen. Aber jede Stunde zählt, die wir früher loskommen, denn vor Ort wartet die Arbeit auf uns.

Die Reise gestaltete sich zum Glück wieder völlig problemlos. In Ungarn haben wir eine Pension gefunden, wo wir den Hänger gut untergebracht haben und wir essen und ein paar Stunden schlafen konnten.

Ich muss dazu sagen, Ralf fährt ja immer alleine die ganze Strecke, ich darf leider kein Auto fahren, und so zieht sich alles sehr hin.

Durch Rumänien war es wunderschön zu reisen, die Landschaft war saftig grün, überall wunderschöne Blumenfelder, die Städte sehr gepflegt und bunt ausgestattet mit vielen Frühlingsblumen, die Wiesen gepflegt, ein wahrer Traum. Ich liebe ja Blumen und Grün und das hat mich für die ganze Reise entschädigt.

Die Sonne haben wir endlich zu Gesicht bekommen und es wurde immer wärmer, da steigt die Lust etwas zu tun und zu machen.Nachdem wir im Tierheim angekommen sind, wurde gleich der Hänger ausgeladen, ein mehr als schweres Unterfangen, denn die Futtersäcke sind so verdammt schwer. Aber wir haben zum Glück immer große Hilfe, die Mitarbeiter vor Ort stehen da und packen tüchtig mit an.

Ich mache unterdessen meine Runden im Tierheim, so viele freudige Augen, die mich begrüßen … so viele bekannte Gesichter und mein Herz strahlt vor Freude. Allein dafür hat sich die elend lange Fahrt schon gelohnt.

Die Tiere sehen alle gut aus … den Winter haben sie bestens überstanden.

Es macht Freude zu sehen, wie die Vierbeiner auf mich zu kommen und ich denke, der ein oder andere kann sich noch an mich erinnern …

Allerdings der Gestank im Tierheim ist unerträglich, ich habe zu kämpfen, Luft zu holen und ich denke, daran werde ich mich nie gewöhnen.

Mich erschüttert auch immer und immer wieder der Anblick der Zwingeranlage, alles kaputt, desolat, keine Dächer und keinen festen Boden, kaum kommt Regen und schon verwandelt sich alles in eine Schlammwüste, und die Tiere stehen mit den Knöcheln im Schlamm. Die Dächer im Shelter müssen ebenso unbedingt gemacht werden.

Soweit finden wir im Tierheim alles sauber und ordentlich vor. Trotz der sehr widrigen Umstände ist zu erkennen, dass die Mitarbeiter sehr bemüht sind, Ordnung und Sauberkeit zu erhalten, dies ist nicht sehr einfach umzusetzen, den Umständen halt entsprechend. Die Ratschläge unsererseits bei unserem letzten Besuch wurden angenommen und umgesetzt wie z.B. die Ordnung im Lager.

Es wurde Zeit, dass wir wieder mit diversen Sachspenden angekommen sind, denn die Bestände sind zur Neige gegangen. Sachspenden hatten wir z.B. Material für die Krankenstation, jede Menge Futterspenden (z.B. von Marengo, Tierheim Vaihingen), Baumaterial, Spielzeug und Naschereien für die Kids, wo das Schulprojekt durchgeführt wird, Putzutensilien, Materialien zum Sonnenschutz für die Wuffis (Planen, Sonnensegel) und und und … Der Verbrauch ist immens und kaum vorstellbar, aber bei 1000 Tieren muss man eben in großen Mengen denken.

Maria und der Doc hießen uns wie immer sehr herzlich willkommen. Wir mögen die beiden von ganzem Herzen, setzen sie sich doch mit so viel Energie und Kraft für die Tiere ein. Der Doc hat mit dem Vet.-Team in der Zeit vom 01.01. bis 15.05.2013 ca. 900 Hunde kastriert, manchmal mehr als 10 am Tag, ein wirklich großer Erfolg, dank auch der ganzen Spenden für das Kastrationsprogramm.

Ralf hat den postoperativen Raum fertiggestellt, bei mir heißt er „der Smarties-Raum“ weil er so schön bunt ist. Ja man muss aus der Not eine Tugend machen, und da einheitliche Fliesen nun mal nicht da sind und wir froh über die gespendeten Fliesen waren, hat Ralf sich halt was einfallen lassen … wie immer. Es gab wie immer viel zu tun, die Zeit vergeht wie im Fluge und man will doch so viel schaffen.

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