REISEBERICHT

6. März – 14. März 2016

Am 04.03. machten sich Susanne und Ralf Trautmann wieder einmal auf die lange Fahrt nach Suceava. Diese Reise traten sie kurzfristig an, denn wichtige organisatorische Aufgaben mussten erledigt werden und erforderten ihre Anwesenheit vor Ort.

Wie immer hatten sie einen Transporter voll Sachspenden dabei, vielen herzlichen Dank an alle Spender.

Eigentlich war der nächste Arbeitseinsatz erst für Ende April geplant. Da uns aber in den vergangenen Wochen immer wieder sehr beunruhigende Nachrichten aus Suceava erreichten, entschieden sich Susanne und Ralf Trautmann für diese spontane Fahrt. Vor ein paar Monaten gründeten Tierschützer einen rumänischen Tierschutzverein in Suceava. Das ist eine sehr positive Entwicklung, denn es braucht dringend einheimische Organisationen, um den Tierschutz in Rumänien voranzubringen. Leider attackiert dieser Tierschutzverein unsere Arbeit und macht unseren Mitarbeitern die Arbeit zur Hölle. Ständig werden Falschmeldungen verbreitet, z.B. würden die Hunde hungern oder würden von den Mitarbeitern misshandelt. Das stimmt natürlich nicht! Auch ist ein großes Problem, dass Mitglieder dieses Tierschutzvereines unbeschränkten Zugang zum Tierheim haben und ständig fremde Menschen ein- und ausgehen, die Zwinger betreten und wahllos die Hunde füttern, obwohl diese schon Futter erhalten hatten. Deshalb war der Hauptgrund dieser Reise, die Lage vor Ort zu deeskalieren und zu vermitteln. Außerdem wurde die Woche genutzt, um einige organisatorische Dinge in Suceava zu erledigen.

Natürlich haben Susanne und Ralf auch wieder einige Arbeiten im Tierheim erledigt. Susanne hat sich hauptsächlich um die Hunde auf der Krankenstation und um die Welpen gekümmert. Zur Zeit sind ca. 100 Welpen und Junghunde im Tierheim – so viele wie noch nie zuvor. Sie bekommen 2 x am Tag Futter: eingeweichtes Trockenfutter gemischt mit Nassfutter und Reis. Es muss permanent Nachschub zubereitet werden, um die hungrigen Mäulchen zu füttern. Die Mitarbeiter waren sehr froh, dass sie eine Woche lang Unterstützung hatten, um die Welpen und die kranken Hunde zu versorgen.

Die beiden Zwinger, in denen die Welpen und Junghunde untergebracht waren, wurden nun zu klein. Deshalb wurde nun ein weiterer großer Zwinger für sie hergerichtet. Hier können sie nun richtig toben und springen. Außerdem gibt es genügend Rückzugsmöglichkeiten für die Kleinen.

Ralf konnte den Flur zum medizinischen Bereich in unserem Gebäude fertig stellen, die Restarbeiten im Rahmen der Renovierung der medizinischen Abteilung.

Die Wände im Flur wurden mit Gipskarton verkleidet, eine Grundierung aufgebracht und zum Schluss gefliest und verfugt. Zusätzlich wurde eine neue Beleuchtung angebracht. Die Bilder zeigen den Gang vorbei am neu gestalteten Büro (wir berichteten im Januar) in den nun vom Rest abgetrennten medizinischen Bereich mit den beiden OP’s und dem postoperativen Raum und der Krankenstation.

Ein großes Problem im alten Teil des Tierheimes sind die Zwinger ohne Betonboden. Es gibt hier nur verdichtete Erde und Kies. D.h. die Hunde stehen sehr oft im Schlamm und in ihren Fäkalien. Deshalb wurde nun ein Zwinger als Pilotprojekt mit Gehwegplatten ausgestattet.

Wir erhoffen uns damit auch eine bessere Reinigung des Zwingers, denn er kann nun mit einem Wasserschlauch ausgespritzt werden.

Die alten elektrischen Installationen im Tierheimgebäude sind immer wieder abenteuerlich und so musste Ralf auch dieses Mal ein dringendes elektrisches Problem lösen:

Die Mitarbeiter nutzen täglich Wasserschläuche, um die Näpfe in den Zwingern mit Wasser zu füllen. Diese verschleißen immer wieder und so wurden 150 m neue Wasserschläuche angeschafft.

Wir bedanken uns an dieser Stelle einmal mehr bei allen Spendern.

Liebe Grüße

Susanne und Ralf Trautmann

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