Januar 2015
Arbeitseinsatz in Suceava (08.01.-29.01.15)

Am 08.01.2015 machten sich Susanne und Ralf auf den Weg zu einem weiteren arbeitsreichen Einsatz in Suceava. Nach einer langen Fahrt inklusive massiven Sturmböen, Regenschauern und Schneegestöber kamen sie am 10.01.2015 endlich im Tierheim an.

Impressionen aus Suceava

Arbeiten im Lager

Der Transporter mit den aus Deutschland mitgebrachten Sachspenden wurde ausgeladen und die zahlreichen Artikel im Lager verstaut:

Aufmerksamkeiten für die Mitarbeiter

Die Mitarbeiter erhielten ihre Geschenkpakete – zusammengestellt von lieben Spendern aus Deutschland

Zusätzlich zu den persönlichen Paketen haben wir mitgebrachte Kleiderspenden für die Mitarbeiter ausgelegt – jeder konnte sich nehmen, was er möchte. Der Rest der Kleiderspenden wird an bedürftige Familien in Suceava verteilt.

Aktuelle Situation im Tierheim

Die Hundefänger bringen seit einiger Zeit jeden Tag 10-15 Hunde ins Tierheim, die sie von den Straßen in Suceava einfangen. Die Stadtverwaltung hat beschlossen, dass alle Straßenhunde ins Tierheim müssen, es dürfen keine Streuner mehr frei leben. Das führt zu erheblichen Problemen im Tierheim, es ist völlig überfüllt! Zeitweise leben hier ca. 1.500 Hunde – das Tierheim ist aber maximal für 1.000 Hunde ausgelegt.

Es ist sehr schwierig, die tägliche Versorgung der Tiere zu gewährleisten – die Zwinger sind völlig überfüllt. Es kommt immer wieder zu schweren Beißvorfällen, viele Hunde sterben an den Folgen. Besonders für die vielen Welpen, die ins Tierheim kommen, ist die Situation sehr schlimm. Sie sterben meistens an Seuchen, da sie nicht rechtzeitig geimpft werden können.

Die ständige Zuführung von neuen Hunden in das Tierheim bedeutet auch für die Tierärzte eine enorme zusätzliche Belastung: sie kastrieren täglich von morgens bis abends die Neuzugänge.

Gespräche mit den Bürgermeistern der Stadt Suceava

Es fanden während unseres Aufenthaltes mehrere Gespräche mit dem Bürgermeister und dem stellvertretenden Bürgermeister statt. Wir haben die Annahme von durch die Hundefänger gebrachten Hunde verweigert, um auf die schwierige Situation im Tierheim aufmerksam zu machen.

Claudiu Dimitriu (rumänische Tierschützer) hat uns bei den Gesprächen unterstützt. An einem Tag kam ein Fernsehteam eines rumänischen Senders (TVR) um in den lokalen Medien über das Tierheim zu berichten.

Brennholzlieferung

Anlieferung eines LKW mit Holz – dieses musste abgeladen werden und wird später dann nach Bedarf zu Brennholz zerkleinert werden. Das Holz wird benötigt, um im Winter warmes Wasser für die Hunde bereitzustellen und um einmal in der Woche Futterspenden aus dem Einkaufszentrum in Suceava für die Hunde zu kochen.

Vorstellung unseres Tierheimprojektes beim lokalen Supermarkt

Besuch beim Supermarkt in Suceava, der das Tierheim regelmäßig mit abgelaufenen Lebensmitteln zur Futterergänzung versorgt. Wir haben dort unser Projekt vorgestellt und uns für die Unterstützung bedankt. Zusätzlich haben wir vom Supermarkt noch eine Spende in Form von Kleinholz / Paletten bekommen, die wir prima als Feuerholz verwenden können.

Arbeiten an den Zwingern

Die Instandhaltung der Zwingeranlagen ist ein fortwährender Prozess, ständig fallen Arbeiten an. Wir haben während diesem Aufenthalt folgende Arbeiten erledigt:

  • Beschriftung und Anbringung von Zwingerschildern im neuen Teil des Tierheimes und an den Zwingern der Patenhunde:
  • Anbringen von Planen in den Zwingern als Sonnen- und Sichtschutz
  • Es wurden Instandsetzungsarbeiten an diversen Zwingern durchgeführt:
  • Anstellung von 3 zusätzlichen Mitarbeitern für 2 Tage, um die Zwinger von Schneematsch zu befreien, insbesondere auf den Betonböden. Wenn die Hunde länger im Matsch stehen müssen, entzünden sich die Pfoten durch die Feuchtigkeit.
  • Erneuerung eines großen Zwingers inklusive Einbringung von Kies:
  • Arbeiten in der Küche
  • Austausch einer defekten Holzküchentür durch eine Metalltür:
  • Montage eines neuen Heizkörpers
  • Reparatur verschiedener Steckdosen

Arbeiten im OP-Bereich

  • Anfertigung und Montage von mehreren Regalen im postoperativen Raum, um dort solche Dinge wie Krankenunterlagen, Papierhandtücher usw. griffbereit zu lagern
  • Grundreinigung des OP-Raumes mit einem Hochdruckreiniger durchgeführt
  • Montage von zusätzlichen Heizkörpern im OP-Vorraum und im OP
  • Durchführung eines Wanddurchbruches, um den alten OP mit neuen Wasser- und Stromleitungen zu versorgen
  • Montage eines Strahlers und eines Papierhandtuchspenders im OP

Arbeiten in der Krankenstation

Um kranke und operierte Hunde besser versorgen zu können, wurde mit dem Bau von 16 gemauerten und gefliesten Boxen begonnen:

Weitere Arbeiten, die während dieses Einsatzes erledigt wurden

  • Materialeinkauf im Baumarkt zur Durchführung verschiedener Reparaturen
  • Reparatur der Waschmaschine
  • Verlegung / Unterbringung von kleinen Hunden im neuen Gebäude, um sie vor Kälte und Nässe zu schützen
  • Sicherung eines Fensters in neuen Gebäude mit Gitter, um den kleinen Hunden Frischluft zukommen lassen zu können:
  • Erneuerung von Stromleitungen im alten Gebäude
  • Montage einer neuen Tür und eines neuen Fensters in der Krankenstation
  • Montage einer Halterung für Wasserschläuche (diese müssen frostfrei gelagert werden; bisher lagen sie immer auf dem Boden im Weg herum):

Stromausfall im Tierheim

Zusätzliche, nicht geplante Arbeit machte uns ein Stromausfall im Tierheim.
Dr. Catalin war gerade im OP, um eine Hündin zu kastrieren. Als der Strom plötzlich ausgefallen ist, hat er kurzerhand eine Stirnlampe aufgesetzt und einfach weiter operiert – das ist eine pragmatische Form der Problemlösung !

Aufgrund des Stromausfalles mussten die Medikamente aus dem Tierheim in die Pension gebracht werden, um sie dort zu kühlen. Als weitere Folge gab es auch kein fließendes Wasser, weshalb wir in der Kläranlage 1.000 Liter frisches Wasser für die Hunde besorgt haben.

März 2015
Arbeitseinsatz in Suceava (14.03.-24.03.15)

Ein Team bestehend aus 8 tatkräftigen Helfern begab sich auf die lange Reise nach Suceava zu einem weiteren Arbeitseinsatz. Dieser stand ganz unter dem Motto „Dächerbau“. Die Stadt hat vor ein paar Jahren im neuen Teil des Tierheimes Zwingeranlagen gebaut – leider ohne Überdachung. Das bedeutet, dass die Hunde den Witterungen fast schutzlos ausgeliefert sind.

Doch bevor fleißigen Helfer mit dem Bau von Dächern beginnen konnten, stand wie immer das Abladen der aus Deutschland mitgebrachten Sachspenden auf dem Programm. Alles wurde abgeladen und im Lager verstaut:

Dächerbau im neuen Teil des Tierheims

Unser Team hat während dieses Arbeitseinsatzes sage und schreibe 50 Zwinger mit Dächer versehen – eine großartige Leistung!!! Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten mussten auch allerhand Vorbereitungen erledigt werden:

  • Einkauf von Material im Baumarkt
  • Um- und Einlagerung von Material

 

Hier könnt ihr die einzelnen Bauabschnitte verfolgen:

Arbeiten bei strahlendem Sonnenschein

Arbeiten bei Schneeregen und eisiger Kälte

Der Dächerbau schreitet voran…

So sehen die Zwinger mit fertigem Dach aus

An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank an das gesamte Team, welches extra Urlaub genommen hatte, um möglichst vielen Hunden ein Dach über dem Kopf zu ermöglichen.

Neben den Arbeiten an den Dächern wurden wie immer diverse Reinigungsarbeiten und kleinere Reparaturarbeiten durchgeführt. Außerdem wurden wieder neue Schilder für die Zwinger gefertigt. Um die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter zu verbessern, wurde für sie ein neuer Aufenthalts- und Umkleideraum eingerichtet. Wie bei jedem Besuch in Suceava fand auch dieses Mal ein Treffen mit dem Bürgermeister statt.

Ansonsten sind jeden Tag viele Dinge zu erledigen, man kann es gar nicht alles aufzählen.

August 2015
Arbeitseinsatz in Suceava (01.08.-08.08.15)

Dieses Mal machte sich ein Team bestehend aus 6 fleißigen Helfern auf den langen Weg nach Suceava zum nächsten Arbeitseinsatz. Dieser stand wie bereits der Einsatz im März wieder schwerpunktmäßig unter dem Motto „Dächerbau“.

Wie immer wurden auch dieses Mal gleich nach der Ankunft zunächst die mitgebrachten Sachspenden ausgeladen und im Lager verstaut:

Gleichzeitig mit unserem Einsatzteam machte sich ein LKW mit 20 Tonnen Futter von Erfurt aus nach Suceava auf den Weg. Um die Einlagerung dieses Futters vorzubereiten, wurden vorab 3 Futterlagerräume mit Paletten und Spanplatten belegt:

Ankunft des Futtertransportes im Tierheim

Am 04.08. traf der LKW aus Deutschland ein mit sage und schreibe 20 Tonnen Futterspenden an Bord!!! Diese Futtermenge reicht in etwa 2 Monate! Wir haben von 9 bis 14 Uhr abgeladen und das Futter im Lager verstaut, das war eine Kochenarbeit! Freundlicherweise hat uns die Stadtverwaltung einen Radlader zur Verfügung gestellt, um das Futter vom LKW zu laden. Mitarbeiter der Stadt und natürlich unser komplettes Team haben mitgeholfen, das Futter abzuladen und zu verstauen:

„Zahnputztag“ im Tierheim

Für die Hunde gab es eine kleine Abwechslung vom Alltag. Wir haben eine ganze Menge Dentastix als Spende erhalten, die wir den Hunden unter Aufsicht verfüttert haben – die Hunde sind immer ganz begeistert von dieser Aktion:

Ein schwarzer Tag im Tierheim

Der 05.08. war ein ganz schlimmer Tag für die Helfer im Tierheim! Nachdem sie den Tag zuvor damit verbracht hatten, 20 Tonnen Futter abzuladen und ins Lager zu schaffen, wollten sie heute mit dem Dächerbau beginnen.

Das Veterinäramt führet eine Kontrolle im Tierheim durch und verlangte einen Herkunftsnachweis für die Futterspenden. Da wir dies noch nie benötigt hatten, konnten wir diesen nicht vorweisen. Als der Kontrolleur dann auch noch ein paar Säcke abgelaufenes Futter fand, war es aus. Er verlangte, dass wir sofort das ganze Futter wieder aus dem Lager rausräumen, da wir keinen Vertrag mit der Stadt Suceava haben.

Wir waren so wütend und enttäuscht, mussten aber kostbare Zeit und vor allem Muskelkraft verschwenden, um das ganze Futter auszuräumen und an einen sicheren Platz außerhalb zu bringen!

„Dankeschön-Pakete“ für die Mitarbeiter

Wie bei jeder Fahrt nach Suceava hatten wir dieses Mal Geschenkpakete für die Mitarbeiter dabei. Diese wurden von lieben Menschen aus unserer Spendergruppe zusammengestellt – vielen herzlichen Dank dafür! Schaut nur, wie sich die Mitarbeiter gefreut haben:

Dächerbau geht weiter

Unser Hauptanliegen für diesen Arbeitseinsatz war – wie bereits im März 2015 – der Bau von Dächern für die Zwinger im neuen Teil des Tierheimes. Dieser Teil wurde von der Stadt in Auftrag gegeben und seinerzeit leider ohne Dächer gebaut. Für die Hunde bedeutet dies unvorstellbare Zustände, denn sie sind jeder Witterung schutzlos ausgeliefert. Heute haben wir im Baumarkt in Suceava fehlendes Material für den Dächerbau gekauft:

Trotz aller Unwegbarkeiten in dieser Woche hat es das Team geschafft, 15 Zwinger mit Dächern und Seitenverkleidungen auszustatten. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an die Firma Egger, die uns die Spanplatten für die Arbeiten gespendet hat.

Die Verkleidungen an den Seiten der Zwinger bieten den Hunden ein bisschen Rückzugsmöglichkeit und schützt sie vor Wind, Regen und Schnee. Theoretisch könnten bald alle 108 Zwinger im neuen Teil des Tierheimes so aussehen. Das hängt allerdings davon ab, ob wir einen neuen Vertrag mit der Stadt unterschreiben können.

Gespräche mit dem Vizebürgermeister von Suceava

Außer dem Dächerbau war ein Hauptbestandteil dieser Reise nach Suceava, die Vertragsverhandlungen mit der Stadt weiterzuführen. Ralf Trautmann hat in dieser Woche einen geänderten Vertragsentwurf vorgelegt, der die Reduzierung von derzeit 1.000 Hunden auf 500 Hunde innerhalb von 6 Monaten vorsieht.
Die derzeitige Struktur im Tierheim mit so vielen Hunden entspricht einer „Verwahranstalt“. Täglich sterben Hunde, weil sie nicht geimpft sind und sich mit den verschiedensten Krankheiten infizieren. Besonders die vielen Welpen, die ins Tierheim gebracht werden, haben kaum eine Überlebenschance. Auch gibt es aufgrund der Enge in den Zwingern immer wieder schwere Beißvorfälle, die sehr häufig tödlich enden.

Wir werden in den kommenden Monaten alles tun, um die Reduzierung möglichst mit Adoptionen umzusetzen, auch wenn das nicht unser vorrangiger Vereinszweck ist. Dafür sind zusätzliche finanzielle Mittel notwendig, denn die Grundversorgung der Hunde im Tierheim muss weiterhin gewährleistet werden. Dies ist eine Notsituation und so müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen. Dazu gehört es auch, dass unsere Tierärzte unheilbar kranke Hunde schmerzfrei von ihrem Leid erlösen.

September 2015 (20.09.-24.09.)

Susanne Trautmann-Grübl und Ralf Trautmann fuhren nach Suceava, um Vertragsverhandlungen mit der Stadt Suceava weiterzuführen. Es waren sehr zähe und langwierige Verhandlungen, bei denen Claudiu Dimitriu (rumänischer Tierschützer) eine tragende Rolle spielte.

In der Stadtratsitzung am 24.09.2015 wurde der Vertragsentwurf dann endlich abgestimmt und genehmigt. Die Inhalte des Vertrages können hier nachgelesen werden:

https://www.facebook.com/groups/tierheim.suceava/files/

November 2015
Arbeitseinsatz in Suceava (23.11.-30.11.15)

Dieses Mal machten sich Susanne und Ralf Trautmann allein auf die lange Reise nach Suceava. Sie fuhren mit gemischten Gefühlen: Auf der einen Seite freuten sie sich sehr auf die Mitarbeiter und die Hunde, auf der anderen Seite hatten sie Angst, was sie dort erwartet.

Die Lage im Tierheim Suceava ist sehr ernst und man weiß nie, welche neuen Regelungen oder Schwierigkeiten dort auf einen warten.

Im Gepäck hatten sie einen PKW und einen Anhänger voll mit Sachspenden für das Tierheim. Nach 23 Stunden Autofahrt sind sie dann am 23.11. spätabends endlich in ihrer Unterkunft in Suceava angekommen.

Dienstag, 24.11.2015

Der heutige erste Tag begann schon sehr schwierig. Die Stadt Suceava hat einen Tierarzt und einen weiteren Mitarbeiter eingestellt. Die beiden sind nun täglich im Tierheim anwesend und kontrollieren unsere Tierärzte und Mitarbeiter. Gleichzeitig hat uns die Stadtverwaltung angedeutet, dass die Kassen am Jahresende leer seien und sie deshalb kein Futter für die Hunde liefern könnten…

Wir haben heute den Mitarbeitern ihre Weihnachtspäckchen überreicht, die Augen leuchteten wie immer und sie haben sich unheimlich gefreut:

Sie senden alle viele herzliche Grüße und ein großes Dankeschön an die lieben Spender.

Mittwoch, 25.11.2015

Da wir bei unserem letzten Aufenthalt im August auf Anweisung der Stadt aufgrund des gekündigten Vertrages das Magazin ausräumen mussten, wurde damals alles eilig auf den Dachboden geschafft. In den 3 ½ Monaten ist auf dem Dachboden ein richtiges Chaos entstanden. Also haben wir heute erst einmal Ordnung geschaffen, ausgemistet und umgeräumt. Die Kleidungsstücke, für die unsere Mitarbeiter keine Verwendung mehr hatten, haben sich die städtischen Mitarbeiter abgeholt – alles wird verwendet!

Reis und Dosenfutter für die dünnen Hunde

Im Moment sind einige sehr abgemagerte Hunde im Tierheim. Wir haben deshalb im Supermarkt Reis gekauft und den dünnen Hunden Reis mit Dosenfutter zubereitet, um sie ein bisschen aufzupäppeln.

Reinigung der Hundenäpfe

Für diese Arbeit haben die Mitarbeiter meist keine Zeit, deshalb hat Susanne heute eine große Reinigungsaktion der Hundenäpfe durchgeführt. Alles wurde grundgereinigt und strahlt jetzt wieder wie neu.

Donnerstag, 27.11.2015

Im Vorfeld dieser Reise nach Suceava hatte es in unserer Tierheim Dialog Gruppe Diskussionen über die Unterbringung der Welpen im Tierheim gegeben. Sie waren bisher in einem zugigen Verschlag mit wenig Schutz untergebracht. Deshalb war eine der Hauptaufgaben dieser Reise, den Verschlag in ein möglichst winterfestes Quartier umzugestalten. Die Seitenwände des Verschlages wurden hierzu mit Spanplatten abgedichtet, als Fenster und Tür wurden Plexiglasscheiben eingesetzt:

Zusätzlich wurde eine extra isolierte Hundehütte gebaut und ein Futterplatz für die Welpen eingerichtet, der leichter sauber zu halten ist:

Welpenmilch für die Kleinen und für abgemagerte Hunde

Einige unserer lieben Spender in Deutschland haben spontan Geld bereitgestellt, von dem ein Teil des Materials für das Welpenhaus und die Anschaffung eines Vorrates an Welpenmilch angeschafft werden konnte. Die Milch ist zum einen für die Kleinen, aber auch zum Aufpäppeln von abgemagerten Hunden geeignet.

Welpen in Suceava

Das Thema Welpen ist ein sehr schwieriges in einem Tierheim wie Suceava. Bei einer Anzahl von ca. 1.000 Hunden haben es die Kleinsten immer am schwierigsten. Es gibt kaum Betreuungsmöglichkeiten; sie können einfach nicht so versorgt werden, wie sie es verdient hätten. Kaum eine Chance haben die ganz Kleinen, die oft schon im Alter von 4 Wochen gebracht werden – meistens ohne ihre Mutter. Die meisten Welpen kommen schon krank ins Tierheim, so dass sie trotz Impfungen fast immer sterben. Es geht meistens sehr schnell: Am Morgen sind sie noch fit und futtern und am Nachmittag liegen sie im Sterben. Susanne Trautmann hat während ihres Aufenthaltes einige dieser kleinen Würmchen auf ihrem letzten Weg begleitet. Das Einzige was man für sie noch tun konnte war sie im Arm zu halten und zu erlösen. Auch das bedeutet Tierschutz: Leiden zu beenden. Deshalb ist es so wichtig, die unkontrollierte Vermehrung der Tiere zu vermeiden. Das geht nur durch Kastration! Nur so kann man auf Dauer das Leid der Welpen reduzieren. Diese Kerze soll an alle armen Seelen erinnern, die es leider nicht geschafft haben:

Freitag 28.11. bis Montag 30.11.2015

Termin bei der Stadtverwaltung

Am 28.11. fand ein Treffen mit Ralf Trautmann und Claudiu Dimitriu (rumänischer Tierschützer) bei der Stadtverwaltung statt. Themen waren die Bereitstellung von Futter und die Übernahme von medizinischen Kosten durch die Stadt. Leider hält sich die Stadt nicht an die vertraglich geregelte monatliche Lieferung von Futter, so dass wir vor Ort wieder einmal auf Kosten unseres Vereines Futter kaufen mussten. Ein weiterer Streitpunkt sind die medizinischen Kosten. Hier gibt es Differenzen beim Abrechnungsprozedere und die Stadt möchte sich weder an den Kosten für die Kastration von Privattieren noch an der Vorbereitung von Adoptionshunden beteiligen.

Kauf von Stroh zum Isolieren der Hundehütten

Um den Hunden im Winter etwas mehr Schutz zu bieten, werden die Hundehütten mit Stroh ausgelegt. Das ist die hygienischste Variante. Vor Ort wurde das Stroh gekauft und in die Zwinger verteilt – da hatten die Mitarbeiter einiges zu tun…

Zuschneiden von Decken zur Verkleidung der Hundehütten

Um den Hunden im Winter noch etwas mehr Schutz zu bieten, werden die Eingänge der Hundehütten mit Decken verhängt. Dafür wurden stapelweise gespendete Decken entsprechend zugeschnitten:

Anschaffung von Gummistiefeln für die Mitarbeiter

Um den Mitarbeitern ihren Arbeitsalltag bei Wind und Wetter zu erleichtern, haben wir für alle neue Gummistiefel gekauft. Sie sind den ganzen Tag draußen und bei der Witterung im Winter ist eine funktionelle Kleidung unabdingbar.
Montag, 30.11.2015

Heute hieß es Abschied nehmen vom Tierheim Suceava. Es war eine sehr arbeitsreiche Woche und wir konnten wieder viel erledigen. Trotzdem fährt man immer mit dem Gefühl nach Hause, nicht genug getan zu haben…

Dezember 2015 / Januar 2016
Arbeitseinsatz in Suceava (28.12.15-20.016.)

Dieser Arbeitseinsatz dauerte 3,5 Wochen. Da der überwiegende Teil im Jahr 2016 stattfand, wird diese Reise im Tätigkeitsbericht 2016 aufgeführt. Der Bericht dieses Einsatzes kann hier nachgelesen werden:

https://www.facebook.com/groups/tierheim.suceava/files/

Allgemeine Spendenakquise:

  • Verkauf auf Flohmärkten
  • Aufstellung von Spendendosen in Geschäften
  • Patenschaften für Tiere aus dem Tierheim
  • Futterpatenschaft
  • Lebenspass
  • Teilnahme an Gewinnspielen
  • Informationsstände auf Messen / Mahnwachen / Feste usw.
  • Sammlung von Sachspenden / Futterspenden
  • Spenden über folgende Portale für Online-Einkauf bei https://www.gooding.de/ und https://www.boost-project.com/de
  • Projekte beim Spendenportal www.betterplace.org

Veranstaltungen bei Facebook:

  • Flohmarkt-Gruppe
  • Verkauf von Bastelarbeiten
  • Buchverkauf „Lesen für Suceava“
  • Veranstaltung „Futter-Not-Groschen“
  • Veranstaltung „Puna’s Traumbaum“
  • Osteraktion: Ei, Ei, Ei…Verkauft
  • Osterpatenaktion
  • Auktion zugunsten Suceava (Auktionsteam Tierschutz)
  • Veranstaltung „Halloween-Glücks-Kürbisse
  • Weihnachtspatenaktion
  • Suceava Adventskalender
  • Sammlung „LKW-Transport für das Tierheim Suceava“
  • Veranstaltung „Silvesterknaller / Glücksklee – Spenden statt Knallen
  • Aktion „Stroh“ für die Hundehütten
  • Mitarbeitergehältersammlung

Liebe Spenderinnen und Spender,

Ihr alle habt mit Eurer Spende dazu beigetragen, die Versorgung der ca. 900 Hunde im Tierheim Suceava in Rumänien zu sichern. Dank lieber Menschen wie Euch war es uns auch in diesem Jahr möglich, die Grundversorgung der Tiere zu gewährleisten. Im Jahr 2015 konnte unser

Verein „Suceava – Memory of Tina e.V.“ sage und schreibe 114.800 € an den

rumänischen Verein „Proanimals Tina“ zum Unterhalt des Tierheimes in Suceava

überweisen! Dies alles haben wir Euch, unseren treuen Spendern, und den vielen

helfenden Händen zu verdanken. Jeder hilft auf seine Weise, jede Unterstützung ist

willkommen und wird dankbar angenommen.

Mit den eingegangenen Spenden hat der Verein „Suceava – Memory of Tina e.V.“

folgende Kosten getragen: Mitarbeitergehälter für 10 Mitarbeiter, Gebäudemiete, medizinisches Material zur Grundversorgung der Tiere, Kastration der eingefangenen Straßentiere, anteilige Übernahme der Futterkosten, Impfungen und Gesundheitschecks für Adoptionshunde, Stroh zum Isolieren der Hundehütten, Kies zur Auslage der Zwingerböden, damit die Hunde nicht im Schlamm stehen müssen.

Ein absoluter Höhepunkt in 2015 war der Bau von Dächern für 68 Einzelzwinger im neuen Teil des Tierheimes. Die Hunde waren dort bisher jeder Witterung schutzlos ausgeliefert. So haben sie es nun wesentlich angenehmer als vorher. Ein weiterer großer Grund zur Freude war die „Auktion zugunsten Suceava“ im September. Sie wurde von der Gruppe „AUTSCH – Auktionsteam Tierschutz“ organisiert und der Erlös ermöglichte uns u.a. die Durchführung eines kostenlosen Kastrationsprogramms für Besitzertiere in Suceava. Über 100 Tiere wurden kastriert. Die Vermeidung der unkontrollierten Vermehrung von Welpen ist der einzige nachhaltige Weg, um das Elend der Straßentiere zu reduzieren.

Die Rahmenbedingungen für die Tiere im Tierheim Suceava sind und bleiben schwierig. Es gibt Handlungsbedarf an allen Ecken und Enden; dafür benötigt es finanzielle Mittel. Alleine im neuen Teil des Tierheimes sind noch 30 Zwinger ohne Dach. Eine Impfaktion für die Hunde im Tierheim ist dringend notwendig und es muss unbedingt weitere Kastrationsprogramme für Besitzertiere geben. Das sind nur ein paar „Baustellen“ – und alles kostet viel Geld!

Deshalb hoffen wir, dass Euer Herz auch in Zukunft für die Tiere in Suceava schlägt und Ihr unsere Arbeit weiter unterstützt. Vielen herzlichen Dank für Euer Engagement! Ohne tierliebe Menschen wie Euch sind die Fellnasen in Suceava verloren…

Mit tierlieben Grüßen

Susanne Trautmann-Grübl

1. Vorsitzende

 

 

„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun,

können sie das Gesicht der Welt verändern.“

(afrikanisches Sprichwort)

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